Papierherz

Reißt es in Stücke,

klebst es mühsam zusamm’

als ob nichts war

nicht jetzt, wann dann?


Du öffnest langsam deine Hand,

erschreckst,

und wirfst es an die Wand.


Jetzt liegt es da

und schaut zu dir,

erkennt dich nicht, will weg von hier.


Das Herz nach seiner Seele sucht

Verweigerung, Selbstbetrug.


Du nimmst den Stift,

fängst an zu schreiben,

um ihm deinen Hass zu zeigen.


Es wehrt sich nicht,

vertraute dir,

es ist ja auch bloß aus Papier.


Das Herz in einer Ecke liegt,

zerknüllt, gerissen, abgeliebt.



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